Am 19. Oktober 2010 fand die Auftaktveranstaltung der neuen Diskussionsreihe “StrafraumDialog” statt – das Thema des ersten Abends war das Abbrennen von Pyrotechnik in den Stadien. 
Stefanie Bolte, vielen Rote Kurve Mitgliedern als Mitarbeiterin des Fanprojekts Hannover bekannt, hat die Veranstaltung wie folgt zusammengefasst:
Als GastrednerInnen konnten wir zwei Entschärfer der Bundespolizei und Frau Anke Wiedenroth gewinnen. Die Moderation der Veranstaltung hat Herr Andreas Kuhnt, seines Zeichens Pressesprecher von Hannover 96, übernommen. Unter den ZuhörerInnen befanden sich Fans aber auch VertreterInnen verschiedener Institutionen. So waren von der Landespolizei die Einsatzleitung und ein SKB vertreten, sowie die beiden FKBs der Bundespolizei, die in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt einem Vertreter der Roten Kurve und einem der Brigade Nord 99, maßgeblich an der Vorbereitung der Veranstaltung beteiligt waren. Weiterhin waren die Stadionordner vertreten, der Fanbeauftragte, das Fanprojekt und auch Prof. Dr. Gunter Pilz.
Herr Kuhnt führte als Moderator in die Veranstaltung ein. Danach haben die Entschärfer der Bundespolizei, wie vorher abgesprochen war, über die Gefahren von Pyrotechnik, vor allem über die von nicht zugelassener Pyrotechnik berichtet. Bei allen Gefahren kam aber auch heraus, dass es auch Pyrotechnik der Klasse 1 gibt, die man gefahrlos als Stilmittel einer Ultrachoreographie verwenden könnte.
Nach den Entschärfern folgte das von Anke Wiedenroth aus Würzburg vorgestellte Konzept zum legalen Abbrennen von Pyrotechnik bei Fußballspielen. Ein gut ausgearbeitetes Konzept, das auf Kompromissen und Regeln basiert, die eingegangen müssen, damit das Abbrennen von Pyrotechnik legalisiert werden kann.
Während der späteren Diskussion kam man zu der Überlegung, ob man auf dem Konzept basierend alle Beteiligten in Hannover (Polizei, Stadt, Feuerwehr, Verein, Fans, Fanbetreuung) an einen Tisch holen kann, um Absprachen zu treffen. Ziel könnte ein Modellprojekt zum Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion sein, welches vielleicht für eine Saison ausprobiert werden kann. Eine Testphase, um zu schauen ob Fans und Institutionen sich an die Absprachen halten und das Abbrennen von Pyrotechnik wirklich in geregelten Bahnen möglich ist! Weiterhin müssen natürlich auch DFB und DFL überzeugt werden und einem Modellprojekt zustimmen.
Alles in allem war die Veranstaltung trotz geringer Teilnehmerzahl sehr interessant und sie war ein Anstoß für die weitere Bearbeitung des Themas Pyrotechnik in den Stadien.
Für die nächste Veranstaltung gab es den Vorschlag Stadionverbote als Thema zu nehmen. Natürlich können jetzt auch noch bis Mitte Dezember weitere Vorschläge beim Fanprojekt eingereicht werden.
Geplanter Termin für die nächste Veranstaltung StrafraumDialog ist der 11.01. um 19h (Stadion PK-Raum).





