Seit knapp vier Wochen ist Frank Watermann der neue Fanbeauftragte von Hannover 96. Erstmalig in der Vereinsgeschichte wird dieses Amt nun endlich hauptamtlich bekleidet.
26.07.2007 – Den meisten Fans aus der Nordkurve dürfte Watermann noch als Chef-Ordner des Nord-Oberrangs und als Leiter der mitreisenden 96-Ordner bei Auswärtsspielen bekannt sein. Ein Ordner als Fanbeauftragter? Das klingt zuerst einmal widersprüchlich. Doch vor seiner Zeit beim Ordnungsdienst war Watermann einmal selbst Fan von Hannover 96.
Nun ist Frank inzwischen vier Wochen im Amt und versucht die Rolle des Fanbeauftragten auf seine eigene Art und Weise mit Leben zu füllen.
Doch wie es leider überall – speziell im Umfeld Fußball – so ist, gibt es bereits die erste Kritik gegenüber Frank, die uns gegenüber geäußert wurde. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und Frank an dieser Stelle ausdrücklich in Schutz nehmen; schließlich ist es überall üblich, Personen, die ein Amt neu bekleiden, 100 Tage “Welpenschutz” zu gewähren. Wir möchten daher alle bitten, Frank zumindest diese Zeit zur Einarbeitung in das ihm neue Gebiet zu geben.
Von unserer Seite aus bieten wir ihm außerdem gerne dabei unsere Unterstützung an. Gerne zeigen wir ihm, dass der “harte Kern” in Hannover auch weit größer ist als die 300 bis 400 Leute, auf die Watermann ihn in einem Interview der heutigen NP schätzt. Letztlich gehören zu diesem Teil der Fans die meisten Leute der gesamten Nordkurve und auch viele Fans von der Westtribüne, die inzwischen aus der Nord herausgewachsen und auf die “gemütlichere” West umgezogen sind.
In dem Interview spricht Frank auch davon, dass die Zersplitterung der Fans in Hannover das größte Problem sei. Auch wir halten es für extrem wichtig, dass die Fans gebündelt auftreten und agieren. Glücklicherweise hat sich die Zusammenarbeit zwischen Ultras Hannover, Brigade Nord und Roter Kurve speziell im letzten Jahr deutlich verbessert und es ist in vielen Bereichen ein gutes, kreatives Miteinander entstanden: So richtet man sich gemeinsam im “Arbeitskreis 96-Fans gegen Rassismus” gegen Fremdenfeindlichkeit, organisiert entsprechende Fußball-Turniere und bezieht gemeinsam, Seite an Seite, das neue Fanhaus am Eilenriedestadion, das allen Fans offen stehen wird.
Desweiteren wurde ja schließlich vor drei Jahren (unter Mithilfe von Hannover 96) der “Rote Kurve – 96 Supporters Club e.V.” gegründet, um eben diese Zersplitterung zu beenden und einen gemeinsamen Nenner für alle Fans zu finden – egal ob sie nun Ultra, Kutte oder normaler Fan sind. Insofern hoffen wir, dass möglichst viele Fans dem Aufruf Watermanns, der Zersplitterung entgegenzuwirken, folgen, indem sie dem Vorbild der derzeit ca. 2200 Rote-Kurve-Mitglieder folgen und dem 96 Supporters Club beitreten.





