Um uns ein paar Eindrücke und Ideen über die von Fans organisierte Fanarbeit zu machen, war am gestrigen Donnerstag ein kleine Delegation von uns zu Besuch beim Schalker Fan-Club Verband in Gelsenkirchen. Und wir müssen gestehen, dass wir zutiefst beeindruckt zurück nach Hause gefahren sind.
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13.02.2004 – Bereits in unseren ersten Gründungsgedanken im Spätsommer des letzten Jahres wurde uns klar, dass wir alle letztlich mit dem Aufbau der “Roten Kurve” Neuland betreten werden. Natürlich hatten wir alle eine vage Vorstellung davon, was wir uns von einem Fandachverband versprechen würden, und einige von uns kennen auch die Arbeit des HSV Supporters Clubs bereits aus nächster Nähe. Aber es war auch offensichtlich, dass diese eigenen Gedanken und Impressionen aus Hamburg nur ein kleiner Einblick in die von Fans organisierte Fanarbeit ist.
Um den eigenen Horizont zu erweitern machten wir uns gestern also auf den Weg nach Gelsenkirchen, um dort die Aktivitäten und Strukturen des Schalker Fan-Club Verbands ein wenig unter die Lupe zu nehmen.
Von der Geschäftsstelle des SFCV waren wir sofort äußerst beeindruckt. Auf etwa 700 m³ befinden sich dort ein Fanshop, ein Reisebüro und sogar die von Schalke-Fans betreute Touristeninformation der Stadt Gelsenkirchen. In den hinteren Räumlichkeiten ist das organisatorische Herzstück des Verbands, der mittlerweile aus einem eingetragenen Verein und einer GmbH besteht, zu finden.
Ebenfalls beeindruckt waren wir von der unglaublich großen Gastfreundlichkeit der Schalker, die sich den gesamten Tag für uns Zeit genommen haben, um uns einen Eindruck über die Schalker Fanarbeit zu vermitteln. Es würde den Rahmen sprengen, hier jetzt alles detailiert zu erzählen. Aber die Möglichkeiten eines Dachverbands, die uns aufgezeigt wurden, sind enorm.
Enorm wird aber auch der zeitliche Aufwand werden, der nötig sein wird, um auch nur annähernd in die Dimensionen der Schalker vorzustoßen. Einmal abgesehen davon, dass uns der SFCV 25 Jahre voraus ist, wird noch eine Menge Arbeit vor uns liegen, die es zu erledigen gilt – dafür werden wir ab dem 12. April jede Hilfe dankbar annehmen.
Nur um einmal die Dimensionen eines solchen Projekts zu vermitteln: In Gelsenkirchen sind etwa 25 Personen hauptberuflich beim SFCV beschäftigt, an Spieltagen sind um die 120 Helfer am Start – ehrenamtlich!
Bis wir hier in Hannover soweit sind, dass wir für die umfangreichen Aufgabenfelder bezahlte Arbeitsplätze einrichten können, wird selbstverständlich noch eine Menge Wasser durch die Leine fließen. Aber als Ziel ist dies sicherlich erstrebenswert, denn – und auch das wurde uns gestern klar – irgendwann wird das Ehrenamt an seine Grenzen stoßen.
Demnächst ist noch ein Besuch beim Supporters Club in Hamburg geplant. Auch dort wollen wir uns Ideen für unseren Dachverband holen, so dass wir in Hannover letztlich von den Erfahrungen der etablierten Fan-Organisationen profitieren können.
Letztlich möchte ich mich noch bei den Schalkern für diesen eindrucksvollen Einblick in ihren Verband bedanken. Es war ein wirklich aufschlussreicher Tag bei Euch, und wir werden gerne auf Euer Angebot, was weitere Hilfestellung anbelangt, zurückkommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen am 20. März in der Arena AufSchalke und vorher in Eurer Fankneipe!






